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Strategiepapiere per KI auslesen: Weniger Aufwand, mehr Wirkung

  • 21. Juli 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Apr.

Viele Kommunen haben klare Strategien. Sie stecken in gut gemeinten Konzeptpapieren, häufig hunderte Seiten stark. Doch zwischen dem Beschluss eines Strategiepapiers und der tatsächlichen Umsetzung klafft in der Praxis oft eine Lücke, die nicht an fehlendem Willen liegt, sondern an knappen Kapazitäten. Das manuelle Durchdringen, Strukturieren und Übertragen strategischer Inhalte kostet Zeit, die in kommunalen Verwaltungen schlicht nicht im Überfluss vorhanden ist.

Das Problem: Strategie liegt im PDF, Umsetzung bleibt aus

Kommunale Strategien entstehen häufig in aufwändigen Beteiligungsprozessen. Klimaschutzkonzepte, Sozialraumanalysen, Digitalisierungsstrategien: Sie alle formulieren Handlungsfelder, definieren Ziele und benennen Maßnahmen. Was danach kommt, ist die eigentliche Arbeit. Jemand muss die relevanten Inhalte identifizieren, in handhabbare Strukturen überführen und in die tägliche Steuerung integrieren.

Genau hier verlieren viele Verwaltungen wertvolle Zeit. Das ist keine Frage von Kompetenz oder Engagement, sondern eine strukturelle Herausforderung: Wer gleichzeitig operative Aufgaben, Berichtspflichten und strategische Planung managen muss, kann kaum noch kapazitätsseitig in die Tiefe gehen. Das Strategiepapier bleibt im PDF.

Strategiepapiere per KI auslesen: So funktioniert der Ansatz

Gemeinsam mit Studierenden der Universität Münster hat comuneo eine KI-gestützte Funktion entwickelt, die genau an diesem Engpass ansetzt. Sie liest Strategie- und Konzeptpapiere automatisiert aus und erkennt darin enthaltene Handlungsfelder, Projekte und Indikatoren. Diese werden anschließend direkt in die comuneo-Cockpits übertragen, ohne manuellen Zwischenschritt.

Was bisher als mühsame Transferarbeit zwischen Dokument und Steuerungssystem anfiel, übernimmt der KI-Agent. Das Ergebnis: Der Inhalt eines Konzeptpapiers landet strukturiert und bearbeitungsbereit im System, bereit zur Verknüpfung mit Verantwortlichkeiten, Zeitplänen und Monitoringdaten.

Die Funktion ergänzt die bestehenden Möglichkeiten zur Datenintegration in comuneo, die von manueller Eingabe über Excel-Upload bis zur API-Anbindung reichen. Mit dem KI-Agenten kommt nun ein vierter Weg hinzu, der besonders dort greift, wo unstrukturierte Dokumente in nutzbare Planungsgrundlagen verwandelt werden sollen.

Was das konkret verändert

Die praktische Relevanz liegt nicht in der Technologie selbst, sondern in dem, was sie ermöglicht.

Erstens verkürzt sich der Weg von der Beschlussfassung zur operativen Steuerung deutlich. Wer bislang Wochen damit verbrachte, ein Klimaschutzkonzept manuell in Handlungsfelder, Projekte und Zuständigkeiten zu überführen, kann diesen Schritt nun in einem Bruchteil der Zeit vollziehen.

Zweitens steigt die Anschlussfähigkeit zwischen strategischem Anspruch und Verwaltungsrealität. Wenn Handlungsfelder und Indikatoren aus dem Konzeptpapier direkt in das Steuerungssystem fließen, bleibt die inhaltliche Logik des Dokuments erhalten. Interpretation, Übersetzungsfehler und Informationsverluste im Übertragungsprozess werden minimiert.

Drittens entlastet die Funktion genau die Personen, die in vielen Verwaltungen die Schnittstellenarbeit leisten: Steuerungsreferate, Stabsstellen und Fachbereichsleitungen, die strategische Vorgaben operationalisieren und abteilungsübergreifend koordinieren müssen. Kapazitäten, die bisher in die manuelle Aufbereitung flossen, stehen für inhaltliche Arbeit und Entscheidungsvorbereitung zur Verfügung.

KI in der Verwaltung: Wo sie wirklich entlastet

Die Diskussion um Künstliche Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung ist oft abstrakt. Es wird viel über Potenziale gesprochen, wenig über konkrete Anwendungsfälle mit echtem Entlastungsgewinn. Die KI-gestützte Auslesung von Strategiepapieren ist ein Beispiel dafür, wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann: nicht als Selbstzweck, sondern als Antwort auf einen klar definierten Engpass im Verwaltungsalltag.

comuneo entwickelt solche Funktionen konsequent aus der Praxis heraus, in enger Zusammenarbeit mit Kommunen und, wie in diesem Fall, mit der Wissenschaft. Der Prototyp aus der Zusammenarbeit mit der Universität Münster wird nun in die Plattform integriert und weiterentwickelt. Weitere KI-Funktionen befinden sich bereits in Planung, darunter automatisierte Sachstandsberichte und ein Maßnahmencheck für Beschlussvorlagen.

Wirkungsorientierte Steuerung funktioniert nur, wenn strategische Absichten auch tatsächlich in den Alltag der Verwaltung ankommen. KI kann dabei ein wirksames Werkzeug sein, wenn sie dort ansetzt, wo die größten Reibungsverluste entstehen.

Sie möchten erfahren, wie comuneo Ihre Verwaltung bei der wirkungsorientierten Steuerung unterstützen kann? Nehmen Sie Kontakt auf oder vereinbaren Sie eine unverbindliche Demo unter www.comuneo.org.



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